Assistenzrobotik in der Therapie
ROREAS – Robotischer Gang und Orientierungsassistent in der Schlaganfall-Rehabilitation

Partner des Verbundprojekts: Metralabs GmbH (Koordinator), TU Ilmenau, m&i-Kliniken Bad Liebenstein, SIBIS Institut für Sozialforschung, Barmer GEK; gefördert vom BMBF

Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines robotischen Reha-Assistenten für das Lauf- und Orientierungstraining in der klinischen Schlaganfall-Rehabilitation. Schlaganfälle sind die häufigste Ursache von dauerhafter Behinderung. Derzeit werden in den westlichen Industrienationen ca. 2–5% der gesamten Gesundheitskosten durch das Krankheitsbild Schlaganfall verursacht.


Der robotische Gang- und Orientierungsassistent ROREAS soll das Eigentraining der Patienten unterstützen, d.h. Patienten sollen motiviert werden, auch außerhalb der klinischen Therapien Gehen zu üben und ihre Orientierungsfähigkeiten zu schulen. (Empowerment). Um wieder sicher laufen zu können, müssen die Patienten unzählige Schritte gehen, ihnen soll der Roboter die nötige Sicherheit für ein eigenständiges Training geben.


  • ROREAS soll die Durchführung der Laufübungen beobachten und das Training für die Therapeuten bzw. das Klinikpersonal dokumentieren
  • Der robotische Reha-Assistent verfügt über eine robuste autonome Navigation in realen Einsatzumgebungen
  • ROREAS ist mobil interaktiv und kann sich über eine robuste Navigation autonom in der Klink bewegen
  • ROREAS kann über Sprachausgabe und Touch-Eingabe mit dem Patient kommunizieren und interagieren
  • ROREAS muss sich in die Klinikabläufe integrieren und die medizinisch-therapeutischen Anforderungen an ein Assistenzgerät für die Neurorehabilitation erfüllen.



Ziel des SIBIS Instituts in diesem Verbundprojekts ist es, die patientenspezifischen, therapiespezifischen und klinikspezifischen Anforderungen an den geplanten Laufassistenten zu analysieren, daraus bedarfsgerechte Szenarien und Use Cases zu entwickeln, Inputs für die technische Entwicklung abzuleiten sowie die Akzeptanz und Usability der entwickelten Demonstratoren zu untersuchen. Zu unterscheiden ist hier die Akzeptanz für die Therapeuten und das Klinikpersonal sowie für die Patienten und deren Angehörige.

Das SIBIS Instituts untersucht weiterhin die für ROREAS relevanten ethischen, sozialen und gesellschaftlichen Fragestellungen und leitet Empfehlungen für den Einsatz des ROREAS im Klinikkontext ab.

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