Ethische Fragen im Bereich Technischer Assistenzsysteme und Servicerobotik für Ältere


Kooperationsprojekt mit der Salzburger Akademie für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung,
Prof. Uwe Böschemeyer, 2012-15

Dieses interdisziplinäre Projekt integriert die Perspektive von Soziologie, Psychologie und Wertephilosophie. Im Zentrum sehen dabei folgende Fragen:
Wem nützen die zukünftigen Technologien?
Sind Technologien wie Assisntenzrobotik oder Assistenztechnologien für Ältere wünschenswert?


Als spezifische Chancen Technischer Assistenzsysteme und auch der Servicerobotik sind zu nennen:

  • Zugewinn an Selbständigkeit, längerer Verbleib in der vertrauten Umgebung möglich
  • Größere Sicherheit durch die rechtzeitige Erkennung von unerwünschten Ereignissen
  • Gezieltere Diagnostik von gesundheitlichen Beeinträchtigungen, dadurch gezielte Betreuung möglich
  • Erleichterung der sozialen Fürsorge durch Angehörige
  • Einsparung von Ressourcen durch Hinauszögern eines Wechsel in institutionelle Betreuung (Pflegeheim)



Dem stehen als wesentliche Risiken gegenüber:

  • Verletzung der Privatsphäre der Nutzer durch „Überwachung“, z.B. im Kontext von AAL-Technologien, wie dem Aktivitätsmonitoring
  • Gesundheitliche Risiken durch Fehlfunktion der Mikrosystemtechnik
  • Befürchtung einer zunehmenden Substitution von persönlicher Zuwendung und Betreuung durch technische und telekommunikative ("virtuelle") Betreuung

Solche Schlussfolgerungen sind nur zu ziehen vor dem Hintergrund der Frage: wie wollen wir in Zukunft leben und welche Formen technischer Unterstützung sind nicht nur erfolgversprechend, sondern wünschenswert?

Die Kooperation mit dem Ethiker, Wertephilosophen und Psychotherapeuten Dr. Uwe Böschemeyer erlaubt eine mehrdimensionale Annäherung an das Thema.


Das Abwägen der Chancen und Risiken vor dem Hintergrund der Nutzen dieser Technologien für ältere Menschen und ihre Angehörige ist Gegenstand dieses Projektes.

Das Projekt zieht Schlussfolgerungen im Hinblick auf die ethischen Dimensionen des Themas: welche Voraussetzngen müssen erfüllt sein, damit technische Assistenzsysteme oder Servicerobotik im Sinne der Älteren zum Einsatz kommen?

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