Sensorbasierte Gesundheitsservices


Partner des Verbundprojektes: Deutsche Telekom AG (Koordinator), TU Berlin, Connected Living e.V. Universität der Künste, Art&Com AG, SIBIS Institut (im Unterauftrag)


Der demographische Wandel, die steigende Lebenserwartung in den Industrienationen, die steigen-den Gesundheitskosten sowie die zunehmende Ressourcenknappheit schaffen einen wachsenden Bedarf an Gesundheitsleistungen für das höhere Lebensalter. Ziel des Forschungsvorhabens „Sensor-basierte Gesundheitsservices“ ist die Entwicklung und Erprobung von Dienstleistungen und Technologien, die auf diesen Wandel reagieren, Sicherheit und Gesundheit fördern und eine aktive und selbständige Lebensführung im Alter unterstützen.


Das Projekt verfolgt dabei zwei Strategien, die Entwicklung von neuen Betreuungskonzepten sowie die Unterstützung von Prävention und Fitness:

  • Dienstleisterorientierte Aktivitätserkennung: Ziel dieses Arbeitspakets ist die frühzeitige Erkennung schleichender gesundheitlicher Veränderungen und die Befähigung der Dienstleister, vermeidbare Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und dafür kompetente Hilfeleistungen und Beratung bereit zu stellen. Auf Basis der sensorgestützten Aktivitätserkennung im häuslichen Setting werden bedarfsangemessene Angebote entwickelt und entsprechende Dienstleistungsprozesse erprobt. Wichtiger Bestandteil dabei ist eine situationsangemessene und -fördernde Kommunikation zwischen Dienstleistern und Nutzern sowie deren sozialem Umfeld (Angehörige, Nachbarn, Freunde); hierbei setzt das Projekt auf sichere und zuverlässige Kommunikation über Telefon und Videokommunikation und digitale Medien gleichermaßen. Voraussetzung ist die Klärung und Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben.
  • Motivation für Prävention, Fitness und Rehabilitation: Teil des Dienstleistungs-(und Interventions-)-angebots ist weiterhin ein Gesundheitsprogramm, das die Motivation des Nutzers zur Prävention, Fitness oder Rehabilitation im Alltag langfristig stärkt. Ziel ist es, den Nutzern solange eine Begleitung (Gesundheitscoaching) zu bieten, bis das intendierte „optimierte“ Gesundheitsverhalten fester Bestandteil ihres Lebensstils geworden ist. Klammer hierfür sind motivationstheoretische Ansätze, Empowerment-Strategien, technikbasierte Motivationstools und geeignete Informationsfeedbacks an den Nutzer.

    Die entwickelten technikbasierten Dienstleistungen sollen dazu beitragen,
  • die sichere, selbständige Bewältigung des Alltags so lange wie möglich zu gewährleisten,
  • die individuelle Bereitschaft zu Prävention, Fitness und Rehabilitation zu steigern,
  • Indikatoren des Allgemeinbefindens kontinuierlich zu kontrollieren und im Bedarfsfall kompetente Hilfeleistung und Beratung bereitzustellen,
  • innovative Tele-Betreuungskonzepte für das selbständige Leben in der eigenen Häuslichkeit zu entwickeln und zu erproben.
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